Häufig gestellte Fragen

FAQ

Wie funktioniert eine Alarmanlage?

Eine Alarmanlage hat die Aufgabe, die Zugänge zu einem Gebäude zu sichern. Hierbei werden Türen, Fenster sowie das Grundstück des Gebäudes überwacht. Ist die Anlage aktiviert, so wird bei einem nicht befugten Zugriff, etwa dem gewaltsamen Öffnen von Fenstern und Türen, Alarm gegeben. Bei Alarmanlagen wird zwischen einer Fallenüberwachung, einer Außenhautüberwachung und einer objektspezifischen Überwachung unterschieden.

Eine Fallenüberwachung löst Alarm aus, sobald eine Person in den von der Anlage überwachten Bereich tritt. Es werden Bereiche überwacht, die mit hoher Sicherheit als Einstieg in das Objekt genutzt werden. Diese Art der Überwachung erfolgt zumeist mit Bewegungsmeldern. Bewegungsmelder funktionieren entweder mit Infrarot, Mikrowellen oder Ultraschall. Jede Technik hat hierbei Vor- und Nachteile, die an das jeweilige Terrain angepasst werden müssen.

Die Außenhautüberwachung überwacht Zugänge, also Fenster und Türen, zum Gebäude. Wird ein Zugang mit Gewalt geöffnet, löst die Anlage Alarm aus.  Im Gegensatz zur Fallenüberwachung, kann diese Technik auch bei anwesenden oder schlafenden Bewohnern eingesetzt werden, da sie erst bei einem tatsächlichen Einbruchsversuch auslöst. In vielen Fällen werden beide Techniken kombiniert, um ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu gewährleisten.

Bei der objektspezifischen Überwachung wird ein spezielles Objekt, z.B. ein Gemälde, überwacht. Der Alarm löst nur bei einem Diebstahlversuch dieses Objektes aus. In allen Fällen übertragen Sensoren Daten an die Alarmanlage, die dann bei korrekter Sachlage Alarm auslöst. Die Übertragung erfolgt per Funk oder Leitung.

Wie lange darf eine Alarmanlage laufen?

Auf Grund des renommierten VDS 2300 Standards, darf eine Alarmanlage maximal 180 Sekunden ein akustisches Signal abgegeben. Die meisten Anlagen bieten hierfür eine Einstellung zwischen 20 und 180 Sekunden. Die Begrenzung kann sowohl im Signalgeber als auch in der Einbruchmelderzentrale erfolgen.

Wer darf eine Brandmeldeanlage bedienen?

Eine Brandmeldeanlage darf grundsätzlich nur von dafür zertifizierten Ingenieurbüros bzw. Firmen durchgeführt werden. Die DIN 14675 legt die Planung, Projektleitung, Montage und Inbetriebnahme von Brandmeldeanlagen detailliert fest. Die einzelnen Landkreise legen zusammen mit der örtlichen Feuerwehr die sogenannten technischen Aufschaltbedingungen für Brandmeldeanlagen fest, die sich an der DIN 14675 orientieren. Diese technischen Aufschaltbedingungen sind zwingend notwendig, um eine Brandmeldeanlage nach DIN 14675 zu betreiben.

Eine Brandmeldeanlage muss, wie jede andere technische Anlage, in bestimmten Intervallen gewartet werden, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten. Die Anlage muss nach DIN 14675 von den dafür zuständigen Aufsichtsbehörden gewartet und abgenommen werden. Eine funktionierende Brandmeldeanlage ist die Voraussetzung für einen gültigen Versicherungsschutz. Um eine Brandmeldeanlage zu betreiben, muss eine speziell ausgebildete Fachkraft vorhanden sein.

Wann wird eine Brandmeldeanlage gefordert?

Brandmeldeanlagen können durch eine frühzeitige Brandmeldung schwere Schäden an Mensch und Material verhindern. Häufig sind diese Anlagen im gewerblichen Bereich zu finden, auch wenn nicht in jedem Fall ein gesetzlicher Zwang dazu besteht. In vielen Fällen kann hierdurch jedoch die Abschlagszahlung der Gebäudeversicherung reduziert werden. In den häufigsten Fällen sind Unternehmen aber gezwungen, Brandmeldeanlagen einbauen zu lassen. Die rechtlichen Vorschriften hierzu sind in einer Vielzahl von juristischen Normen zu finden.

Vertragsrechtliche Grundsätze des BGB, Vorschriften der Versicherungen und Berufsgenossenschaften sowie besonders die Musterbauordnung und die Bauordnung des Landes sind zu beachten. Diese gesetzlichen Vorschriften halten fest, in welchem Gebäude, welche Brandmeldeanlage verwendet werden muss. Die zuständige Baubehörde kann diese Vorschriften erweitern. Eine frühzeitige Absprache mit der zuständigen Behörde wird deshalb empfohlen. Brandschutzanlagen sind praktisch in jedem öffentlich zugänglichen Gebäude sowie in vielen Betriebsstätten vorgeschrieben.

Videoüberwachung am eigenen Haus. Was ist erlaubt?

Ja, das Aufhängen einer Videokamera zur Überwachung des Hauses und des Grundstücks ist erlaubt. Das Grundstück des Nachbarn sowie die gemeinsamen Zufahrtswege dürfen nicht überwacht werden, da hier das Recht auf informelle Selbstbestimmung gefährdet würde. Filmen Sie trotzdem das Grundstück oder Zufahrtsbereiche ihres Nachbarn, so kann dieser unter Umständen Schadensersatz verlangen.

Eine Veröffentlichung eines privaten Fahndungsaufrufes ist ebenfalls nicht legal, denn auch hier wird das Persönlichkeitsrecht des Täters verletzt. Im Regelfall darf die Kamera nicht auf öffentliche Wege gerichtet sein. Kameras am Klingelschild sind auch bei Mehrfamilienhäusern erlaubt. Eine Überwachung des Eingangsbereichs eines Mehrfamilienhauses ist nur mit Mehrheitsbeschluss der Anwohner und bei drohender Gefahr möglich.